Rezension: Kiera Cass – Selection

Kiera Cass – Selection

Im ersten Band der Selection-Reihe von der Autorin Kiera Cass wird der Leser in die Welt des Kastensystems und des Palastes von Illeá eingeführt. Gemeinsam mit der Protagonistin America Singer begibt er sich auf eine Reise, die nicht nur Americas, sondern auch das Leben aller Beteiligten grundlegend ändern wird.

Der Staat Illeá unterliegt einem Kastensystem, das sich von Kaste 1 (König, Königin, Prinz) bis zur Kaste 8 erstreckt. Jeder wird Familienbedingt in eine Kaste hineingeboren und wer einer der unteren Kasten angehört, der hat es zumeist auch schwer, dieser zu entkommen.
Zunächst einmal lernt der Leser America Singers Familie und ihr Leben als Fünfer kennen. Wer der Kaste fünf angehört, der muss für sein Essen und Überleben hart arbeiten. Americas Familie hat sich den Künsten verschrieben. Sie musizieren und singen auf Festen und malen Bilder für Familien höherer Kasten.
Mit dem Casting, dass der Palast einberufen hat, um für Prinz Maxon eine geeignete Prinzessin zu finden, tut sich für die jungen Mädchen des Landes die Möglichkeit auf, aus der eigenen Kaste aufzusteigen.
America Singer erhält einem Brief, mit dem sie zur Teilnahme an dem Casting aufgefordert wird. Widerwillig, aber letztendlich zum Wohl ihrer Familie, nimmt sie an diesem Casting Teil und schafft es unter die letzten 35 Mädchen, die in den Palast einziehen dürfen.
Von nun an beginnt eine Geschichte voller Liebe, Ängste, Wut und Erkenntnissen, die den Leser so manches Mal überraschen werden.
Denn in Americas Leben spielt schon bald nicht nur der Prinz eine Rolle, sondern auch ihre erste Liebe Aspen…

Zu Beginn erinnerte mich die Aufteilung in das Kastensystem, die Bezeichung „Capitol“ für den Platz des Palastes und auch die Armutsabstufung stark an die Tribute von Panem. Ich war etwas skeptisch, denn ich wollte keinen Abklatsch der Panem-Romane lesen, da diese für sich sprechen. Auch America Singers Kämpfernatur und der geschichtliche Hintergrund hinter der Staatenbildung erinnern mich an Panem.

Jedoch konnte ich diesen anfänglichen Gedanken immer mehr verflüchtigen, je mehr ich in die Geschichte von America Singer eintauchte. Liebenswürdige Protagonisten treten in den Vordergrund – v.a. Prinz Maxon, Aspen und Americas Vater – die der Geschichte ihren ganz eigenen Schliff verleihen. Nicht nur America ist zwischen Maxon und Aspen hin und her gerissen, auch ich war es. Das Kennenlernen der anderen Mädchen und der Geschichten des Palastes wurde nie langweilig und ermöglichte es einem nur noch mehr, in die Geschichte einzutauchen.

Der Schreibstil ist lebendig und emotional, ermöglicht dem Leser das ungehinderte Hineinversetzen in die Gefühlswelt von America und bringt einen dazu, sich nur noch mehr in die Geschichte zu verlieben.

Beim Lesen vergeht die Zeit wie im Flug und eh man sich versieht, ist man schon auf der letzten Seite angekommen und kann seinen Drang, weiterzulesen, kaum unterdrücken. Man muss einfach wissen, wie die Geschichte um die Protagonisten weitergeht und wenn dieses Kriterium erfüllt ist, dann ist es für mich einfach ein großartiger Start in eine Buchreihe, er könnte garnicht besser sein.

Ich möchte eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen für alle, die gerne in andere Welten eintauchen, Buchreihen mögen, die ein spannendes Geschichtskonstrukt aufbauen und die einfach Lust auf eine unvergleichliche Liebesgeschichte haben.

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