Rezension: Laurie Frankel – Der Algorithmus der Liebe

Laurie Frankel – Der Algorithmus der Liebe

Sam ist ein erfolgreicher Programmierer bei einem Online Datinportal. Ihm gelingt es, einen Algorhitmus zu programmieren, welcher die große Liebe findet, den einen bestimmten Deckel für den einen bestimmten Topf. Und es funktioniert – Sam findet seine große Liebe Meredith. Doch mit dem Glück in der Liebe kommt das Unglück im Beruf. Sams revolutionäre Idee ruiniert seine Firma, denn, mal ehrlich – ein Online Datingportal lebt gerade davon, dass Menschen nicht DEN einen Deckel zu ihrem Topf finden, schließlich will man hier mit einsamen Herzen Geld verdienen und glückliche Herzen seien auf die Dauer schlecht fürs Geschäft. Mit viel Zeit im Gepäck kann Sam sich nun voll und ganz in seine Zukunft mit seiner großen Liebe stürzen. Doch von Beginn an steht die Beziehung unter dem Zeichen der Trauer. Denn Meredith hat ihre geliebte Großmutter verloren. Mit ihr hat sie nicht nur im realen Leben viel Zeit verbracht, sondern auch virtuell durch E-Mails und Videochats. Und von einem auf den anderen Tag soll nun alles vorbei sein. Merediths Großmutter ist fortgegangen und kehrt nie wieder zurück – oder vielleicht doch? Wenn Sam es schafft, ein Programm zu entwerfen, welches die große Liebe findet, wieso kann er es dann nicht auch schaffen, einen Algorhitmus herzustellen, der es den Menschen ermöglicht, mit Projektionen ihrer verstorbenen Angehörigen zu kommunizieren? Und hier beginnt die eigentliche Geschichte – eine Geschichte voller Liebe, Unterstützung, der Frage nach Moral und großer Trauer.

„Weil man immer irgendwie denkt, man hätte alle Zeit der Welt. Man denkt, es gäbe ein Später. Aber manchmal gibt es plötzlich keins mehr.“

Das Buch wirft in Zeiten der Technik und der Online-Kommunkation viele Fragen auf. Es regt zum nachdenken an – würde man selbst ein solches Angebot annehmen, ein Angebot, welches es ermöglicht, mit einer Projektion eines verstorbenen Angehörigen zu kommunizieren, oder stört diese Möglichkeit den natürlichen Trauerprozess und löscht die Erinnerungen, welche tief im Herzen des Menschen verankert sind? Das Buch beantwortet diese Fragen nicht, sondern zeigt Möglichkeiten auf, sich mit diesem Angebot auseinanderzusetzen.
Es zeigt den Wunsch der Menschen, niemals loslassen zu müssen. Und die Kunst, doch loslassen zu können – Die Zeit heilt alle Wunden, und das stimmt. Was es braucht, sind Menschen, die einen verstehen und Erinnerungen, die niemals verblassen.
Das Buch hat mich gelehrt, jeden wunderschönen Moment mit geliebten Menschen zu genießen, jede kostbare Erinnerungen in meinem Herzen zu verschließen und auf meinem weiteren Weg mitzunehmen.
Es braucht keine Technik, um zu verstehen, dass der Mensch nicht wirklich tot ist, solange wir ihn stets in unseren Herzen bei uns tragen!

So hat es auch schon Johann Wolfgang von Goethe beschrieben:

„Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.“

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