Lest ihr noch oder hoovert ihr schon?

Hallöchen meine Lieben <3,

ich bin zurück aus dem Urlaub! Ein paar Tage auf der Insel Rügen, die Steilküsten entlangwandern, Meeresluft schnuppern und den Duft von Meer einsaugen, konservieren und Kraft daraus tanken! Und als ob das nicht schon perfekt genug wäre, hatte ich einen ganz besonderen literarischen Begleiter: „Nächstes Jahr am selben Tag“ von Colleen Hoover. An dieser Stelle nochmal einen ganz lieben Dank an den dtv-Verlag 🙂

Und ich habe sooo auf dieses Buch hingefiebert. Monate gezählt, Wochen gezählt, Tage gezählt und dann durfte ich es vergangene Woche endlich in den Händen halten – etwas Neues aus der Feder von Colleen Hoover. Und obwohl ich so lange darauf hingefiebert habe, habe ich diese Geschichte nicht erwartet, ich konnte sie nicht erwarten, weil sie so einzigartig und besonders ist, so anders als sonst und doch in gewohnter Hoover-Manier.Spannend, geheimnisvoll, herzerreißend und vor allem hoffnungslos romantisch.

Stellt euch vor ihr habt einen Plan für euer Leben. Nach einem Schicksalsschlag, der euch den Boden unter den Füßen weggerissen hat und nach dem euer Leben nicht mehr so ist wie ihr es kanntet, möchtet ihr neu beginnen. Eine neue Stadt, neue Möglichkeiten, vielleicht doch noch an dem alten Traum anzuknüpfen, im Schauspielbusiness Fuß zu fassen. Ihr trefft euch noch ein letztes Mal mit eurem Vater im Diner, bevor es in der Nacht noch in den Flieger von Los Angeles nach New York gehen soll. Und das Gespräch mit eurem Vater verläuft wie immer – aufgebaut auf dem Ungesagten, etwas, das seit zwei Jahren zwischen euch steht, seitdem dich der Schicksalsschlag ereilt hat und dann nimmt er dir auch noch die Hoffnung, dass du wieder als Schauspielerin Erfolg haben wirst – weil Brandnarben deine linke Gesichtshälfte zeichnen und du somit – laut Aussage deines Vaters – nicht mehr dem Schönheitsideal entsprichst. Und dann, ganz plötzlich, taucht da jemand neben dir auf der Sitzbank auf. Jemand, der sich deinem Vater als dein Freund vorstellt, der sagt, dass er an deine Träume und an dich glaubz, der sich für dich mit deinem Vater anlegt und ihm die Meinung sagt und der dir suggeriert, dass er dich wunderschön findet – und das alles, obwohl du diesen Menschen noch nie zuvor gesehen hast. Ihr verbringt einen wundervollen abend miteinander, doch der Kontakt darf nicht bestehen – denn du willst ein neues Leben aufbauen, ohne eine Hälfte deines Herzens in deinem alten Leben zu haben. Und du willst den Rat deiner Mutter verfolgen, dich erst mit 23 zu verlieben und vorher dein Leben zu leben. Und dann schließt ihr einen Pakt, du und dieser Junge: fünf Jahre lang werdet ihr euch immer am 9. November in dem Diner in Los Angeles treffen. Fünf Jahre lang am selben Tag. Was dazwischen in eurem Leben passiert, das wisst ihr nicht. Denn es gibt eine Bedingung: keine Verbindung in sozialen Netzwerken, keine Telefonnummern austauschen, schlichtweg: kein Kontakt.

Genau das passiert Fallon. Fallon, die Tochter eines berühmten Schauspielers, einst selbst beliebter Serienstar. Bis zu dem Tag, an dem es ein Feuer in dem Haus ihres Vaters gab und sie Brandnarben davontrug, die ihr Leben von einem Tag auf den anderen verändert haben. Fallon ist unsicher. Sie scheut sich vor den Blicken der Menschen, verbirgt ihr Gesicht meist hinter ihren Haaren. Aber sie hat einen Traum, für den sie bereit ist, große Schritte zu gehen. Sie ist auf der einen Seite klein und auf der anderen doch so groß, weil sie so mutig ist. Von Anfang an versetzt Hoover den Leser in Fallons Gedanken und Gefühle, so dass man mit der Protagonistin gemeinsam Unsicherheiten, erste Schritte und große Gefühle erlebt. Aus der Ich-Perspektive lässt Hoover Fallon ihre Erlebnisse erzählen. Im Wechsel mit Protagonist Ben. Ben ist derjenige, der sich im Diner zu ihr setzt und der sich mit den ersten Worten in Fallons Herz schleicht. Ben, der Schriftsteller. der Wortkünstler und der Typ Romancharakter, der sofort das Herz der weiblichen Leser erobert. Er lässt uns ins Schwärmen geraten. Mit dem, was er tut, mit dem, was er sagt. Aber auch Ben trägt Narben mit sich. Narben, die man nicht sehen kann, die jedoch genau so existieren, wie die von Fallon.

In abwechselnden Erzählperspektiven zwischen Fallon und Ben trägt uns Colleen Hoover durch die Geschichte. Von einem 9. November zum darauffolgenden 9. November. Und jedes Mal wieder erwartet man mit Spannung das nächste Jahr. Werden sie beide – wie versprochen – kommen? Was ist in der Zwischenzeit passiert? Wie haben sie sich verändert? Wie hat sich ihre Bindung geändert? Fragen, die uns nur so durch die Seiten fliegen lassen. Und Colleen Hoover wäre nicht Colleen Hoover, wenn sie mit den Geschehnissen, die den beiden wiederfahren, Herzen zerreißen und wieder zusammenflicken würde. Sie wäre nicht dieselbe, wenn sie nicht die ganz großen Gefühle in uns wecken würde. Wir halten den Atem an, haben Herzrasen, Tränen in den Augen.. man weiß garnicht wohin mit den Gefühlen. Zumindest ging es mir so beim Lesen des Romans.

Geschrieben – wie bereits geschildert – in gewohnter Hoover-Manier. Und doch so ganz anders als sonst. Für mich ist Colleen Hoovers Schreibstil erwachsener geworden. Die Geschichte ist komplexer, die Charaktere noch tiefgründiger, die Verbindungen nicht erahnbar. Und am Ende hält man das Buch in den Händen und ist einfach überwältigt von seinen Gefühlen. Für mich gehört dieses Buch definitiv zu den besten Werken Hoovers. Auch, weil die Message, die sie uns mit auf den Weg gibt, so wichtig ist: Lass dich auslachen! Wer es gelesen hat, wird wissen, was ich damit meine und wer es noch nicht kennt, der sollte schnellstmöglich in die Buchhandlung und sich die einzigartige Geschichte von Fallon und Ben nachhause holen. Lasst die beiden in euer Herz, es lohnt sich, ganz fest versprochen!

Eure

scriptina.regular

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3 Kommentare zu „Lest ihr noch oder hoovert ihr schon?

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