Den Mund voll ungesagter Dinge.

Hallöchen meine Lieben <3,

wenn man mich nach einem Wort fragen würde, mit dem ich das folgende Buch beschreiben sollte, dann wäre es schlicht und ergreifend: wunderschön. Ich glaube, noch nie hat dieses Wort für mich so gut zu einem Buch gepasst, das ich gelesen habe. Jedes Wort wurde – so habe ich es empfunden – mit Liebe und Bedacht geschrieben. Jedes Wort hat an der richtigen Stelle seinen Platz. Die kleinen Zeichnungen sind nicht unbedacht platziert, sie leiten den Leser durch das Buch und sorgen für ein kleines optisches Highlight. Die Kapitelüberschriften sind so wundervoll passend. Während des Lesens war ich immer wieder gespannt auf die neuen Überschriften, so schlicht, so passend, und doch mit kleinen Worten so poetisch. Ich würde sagen, ich habe mir Zeit gelassen, dieses Buch zu lesen – 4 Tage. Und soeben habe ich die letzten Worte gelesen und bin traurig, dass es vorbei ist. Weil die beiden Protagonisten und auch die meisten Nebencharaktere meine Freunde geworden sind. Weil sie mich mit ihren Taten und Worten tief im Herzen berührt haben, ich meine Zeit mit ihnen vom ersten bis zum letzten Wort genossen habe und ich die beiden nicht mehr vergessen mag.

Jetzt fragt ihr euch sicherlich schon, um welches Buch es geht? Die Rede ist von „Den Mund voll ungesagter Dinge“ von Anne Freytag. Es geht um die Geschichte von Alex und Sophie. Zwei Mädchen, die miteinander entdecken, dass es noch so viel mehr gibt, als sie bisher mit anderen Jungs erlebt haben. Dass die Liebe so viel mehr ist als das, was sie bisher gefühlt haben.

Sophie zieht mit ihrem Vater von Hamburg nach München. In das Haus der neuen Freundin, Lena. Plötzlich ist da nicht nur eine neue Frau im Leben von Sophie und ihrem Vater, sondern auch zwei Jungs, Leon und Valentin und Hund Carlos. Die Sophie alle freundlich empfangen. Was ihr so garnicht passt. Denn sie will nicht hier sein. Sie will lieber zurück nach Hamburg. Hat keine Lust auf eine neue Freundin ihres Vaters. Keine Lust auf einen Neuanfang. Keine Lust auf München. Doch dann lernt sie das Nachbarsmädchen Alex kennen. Und die beiden werden Freundinnen. Bis ein Abend und ein Spiel auf einer Party alles auf den Kopf stellen und Sophie sich fragt: Habe ich Gefühle für ein Mädchen? Und das, obwohl sie in der Vergangenheit auch schon mit Jungs geschlafen hat. Und wie geht es Alex? Obwohl sie einen Freund hat, mit dem sie schon seit über einem Jahr zusammen ist.

Gemeinsam erlebt der Leser mit Sophie und Alex eine Reise zu sich selbst. Stellt sich der Frage: Wer bin ich? Was macht mich aus? Und was hat es mit der Liebe auf sich, wie fühlt sie sich wirklich an, die echte, große Liebe?

Das fasznierende an diesem Buch ist, das es mit eigentlich so wenig auskommt und so viel sagt. Die Autorin konzentriert sich voll und ganz auf die beiden Protagonistinnen. Erzählt ihre Geschichte, von ihren Gefühlen. Lädt uns auf eine Fahrt mit dem Gedankenkarussell von Sophie ein, die uns ihre Geschichte erzählt. Es gibt Rahmenhandlungen, es gibt andere Charaktere, die das Buch bereichern und Freude schenken, aber im Kern ist man als Leser voll und ganz bei Alex und Sophie. Anne Freytag nimmt sich Zeit, uns die Geschichte der beiden zu erzählen. Langsam und zart, dann wild und romantisch, aber niemals kitschig, niemals überzogen und niemals zu viel. Auf leisen Sohlen schleicht sich jedes einzelne Wort in unser Herz, nistet sich ein, entfaltet sich wie eine Blume und erstrahlt am Ende des Buches in vollem Glanz. Das Buch ist still, leise und doch so laut. Ruft so laut hier, wenn es darum geht, uns Lesern zu zeigen, wie wichtig es ist, bei sich selbst zu sein und nicht darauf zu achten, was die Außenwelt von einem denkt. Es zeigt, dass Menschen, die uns lieben, uns um unserer selbst willen lieben und nicht weil wir bestimmte Bedingungen erfüllen. Es zeigt wie schön es sein kann, wenn man mutig ist und sich auf etwas Neues einlässt. Wenn man die Dinge einfach auf sich zukommen lässt.

Für mich war die Geschichte einfach wunderschön. Zum Inhalt möchte ich euch garnicht mehr verraten, denn ich wünsche mir von Herzen, dass ihr euch alle gemeinsam mit Sophie und Alex auf die Reise begebt und dass ihr diesen beiden wundervollen Protagonistinnen die Möglichkeit gebt, sich mit leisen Sohlen in euer Herz zu schleichen. Anne Freytag erzählt ihre Geschichte so einfühlsam und ich wünsche mir, dass diese Geschichte in euch die gleichen Gefühle auslöst wie bei mir. Dass ihr glücklich seid, während ihr dieses Buch lest, nachdem ihr es zwischenzeitlich zur Seite legt und das Gelesene reflektiert, wenn ihr das Buch beendet habt. Dass ihr vielleicht genau so wie ich nun hier sitzt, eure Gedanken versucht in Worte zu packen und selbst beim Schreiben noch immer zutiefst berührt seid!

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr vielleicht in den Kommentaren Lust habt, eure Leseeindrücke mit mir zu teilen. Hat es euch genau so bewegt? Wie habt ihr die Geschichte empfunden?

Eure

scriptina.regular

 

 

 

 

 

 

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3 Kommentare zu „Den Mund voll ungesagter Dinge.

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