Mit den Augen eines Kindes.

Hallöchen ihr Lieben,

heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, das von meinen üblichen Lesegewohnheiten etwas abweicht, aber trotzdem eine wirklich schöne Geschichte beinhaltet.

Ein elfjähriger Junge, der sich allein auf den Weg zu einer Raketenconvention macht, um seine selbstgebaute Rakete mit einem iPod, auf dem er den Außerirdischen erzählt, wie es auf der Erde ist, ins All zu schicken – das ist der kleine Alex. Alex ist der Protagonist von Jack Chengs Roman „Hallo Leben, hörst du mich?“. Auf seiner Reise wird er stets von seinem Hund Carl Sagan begleitet, der ihm ein wahrer Freund ist und alle Abenteuer mit ihm teilt.

Auf seinem Weg zu der Convention lernt er Zed und Steve kennen. Beide sind viel älter als er, doch sind sie in ihren Interessen vereint und besonders Zed wird für Alex zu einem wahren Freund. Und gemeinsam werden sie sich mit Alex auf eine Reise begeben, die der Leser zu Beginn so nicht erwarten kann.

Alex lebt alleine bei seiner Mama. Doch seine Mama kann sich nicht richtig um ihn kümmern, denn sie hat gute und schlechte Tage und zumeist überwiegen die schlechten. Aber Alex bemüht sich, ihr jeden Tag schön zu machen. Kocht ihr zum Beispiel das Essen, übernimmt andere Dinge im Haushalt, ist erwachsener, als er sein sollte in seinem Alter. Aber das alles scheint ihm nichts auszumachen – er liebt seine Mutter. Sein Bruder Ronnie ist weggezogen, sie sehen sich nur noch selten. Und sein Vater, der sei vor einigen Jahren verstorben. Doch ein Internetprogramm lässt ihm eines Tages eine Nachricht zukommen, die Alex zweifeln lässt – dort ist die Rede von einem Mann, der denselben Namen und dasselbe Geburtsdatum wie sein Vater hat. Lebt er also noch? Mit Zed und Steve und Carl Sagan begibt sich Alex auf eine Reise nach Las Vegas, um das herauszufinden.

Nach und nach wandelt sich die Thematik. Was mit der Raketenconvention begann, endet in einer Neuentdeckung der Familienverhältnisse von Alex. Plötzlich muss er tapfer sein, mutig, offen für die Wahrheit und versuchen, in allem auch immer noch etwas positives zu sehen. Die Wahrheit anzunehmen und damit umzugehen. Denn nicht alles, was Alex lange glaubte, entspricht der Wahrheit. Der Roman thematisiert wichtige Fragen der Menschheit, die der Protagonist auf seinem Weg entdeckt. Es geht um Lügen und Wahrheit, um das, was Menschen bereit sind aus Liebe zu tun. Um Familienzusammenhalt, um unbequeme Erkenntnisse und den Dingen, die man daraus lernen kann.

Verpackt ist all das in Spracheinträgen auf dem iPod, stets aus der Perspektive von Alex. Demnach sind die Sätze einfacher, die Sprache kindlicher. Das, was Cheng geschaffen hat, ist sehr authentisch. Erschwerte mir jedoch manchmal den Lesefluss. Denn die kindlichen Gedankengänge sind manchmal so anders als meine, man muss sich in die Wortwahl hineinfinden und das fiel mir oftmals nicht so leicht, weshalb mir meine Lesezeit für dieses Buch lang vorkam. Man muss als Leser bereit sein, sich voll und ganz darauf einzulassen, sich den kindlichen Gedankengängen öffnen, dann wird man in eine wunderbare und oftmals auch phantasievolle Welt entführt.

Ich denke, wenn man dazu bereit ist, ist dieses Buch durchaus für jedermann etwas. Ansonsten würde ich es eher der jüngeren Leserschaft empfehlen. Es ist eine wirklich süße Geschichte, die besonders zum Ende hin ihr philosophisches Potential entfaltet und mir alles in allem gut gefallen hat.

Kennt jemand von euch dieses Buch vielleicht schon? Wenn ja, dann schreibt mir doch gerne, wie es euch gefallen hat! 🙂

Eure

scriptina.regular

 

 

 

 

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Ein Kommentar zu „Mit den Augen eines Kindes.

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