Ein Blick in den Himmel…

Wenn ihr euren Blick gen Himmel richtet, so könnt ihr vielerlei sehen: einen strahlend blauen Himmel, einen Himmel, den die Sonne in warmes Licht taucht, einen Himmel, der wolkenverhangen ist, grau, regnerisch. Ihr könnt Vögel entdecken, die durch die Lüfte fliegen, Flugzeuge, die ihre Routen fliegen, Blitze, die den Himmel erhellen, Sterne, den Mond… allerlei wunderbares, manches erklärbar, anderes nach wie vor geheimnisvoll. Und nun stellt euch vor, dass es dort oben noch so viel mehr gibt. Schiffe, die durch die Lüfte segeln, Vögel, die sich zu Himmelsbewohnern verwandeln, sowie sie die Schiffe betreten, Sturmwale, Gewitterhaie. Stellt euch vor, der Himmel ist ein Reich voller Magie, oder, vereinfacht gesagt, stellt euch vor, der Himmel ist – MAGONIA.

Ihr ahnt vielleicht bereits, ich möchte euch heute gerne Magonia von Maria D. Headley Vorstellen und gerne auch zum Abschluss gemeinsam mit euch diskutieren.

Unbenannt

Zunächst einmal lernen wir Aza kennen. Ein 15-jähriges Mädchen, das an einer seltenen Lungenkrankheit leidet, so selten, dass sie die einzige ist, die diese Krankheit hat. Keiner kann ihr helfen, niemand genau sagen, was ihr fehlt. Aza weiß nur eins: ihr geht die Luft aus. Es fällt ihr schwer zu atmen, immer wieder leidet sie unter akutem Sauerstoffmangel, halluziniert… so auch eines Tages in der Schule. Als sie auf ihrem Platz am Fenster sitzt, sieht sie plötzlich ein Schiff, ein Schiff, das durch den Himmel fliegt. Und nicht nur das, sie hört Stimmen, in einer Sprache, die sie nicht kennt, aber versteht. Diese rufen ihren Namen, immer lauter. Ihre Familie hält dies für weitere Halluzinationen, unter denen Ava leidet. Jason, ihr bester Freund – und vielleicht auch mehr – aber glaubt ihr, irgendwie. Er beginnt, im Internet zu recherchieren und stößt dort auf das Wolkenreich Magonia, um das sich schon seit Jahrhunderten die Geschichten ranken. Während beide sich auf die Spuren dieses Geheimnisses machen wollen, geschieht etwas Schreckliches und nichts ist für die beiden mehr, wie es war.

Denn Aza ist plötzlich Teil von Magonia und mit ihr lernen wir das Wolkenreich kennen. Es ist fantastisch, aber auch irgendwie seltsam. Die Autorin verwendet Bilder in einer Sprachgewalt, dass man sich darin verlieren kann. Allerdings ging es mir an manchen Stellen soll, dass sie so viele Bilder auf einmal erzeugte, dass ich sie mir schlichtweg nicht mehr vorstellen konnte. Einige Geschehnisse in Magonia waren so – ich sag es mal umgangssprachlich – abgefahren, dass sie meine Vorstellungskraft schlichtweg überstiegen. Aber gleichzeitig meinen Ehrgeiz weckten, denn ich wollte mir diese Welt bildhaft vorstellen können, weil ich daran glaube, dass sie wunderschön und einzigartig ist. Aber auch in dieser Welt lauern Schatten und nicht alles ist, wie es scheint. Aza muss sich der Frage stellen, wem sie trauen kann und wem nicht. Und das ist wichtiger denn je, denn plötzlich liegt nicht nur das Schicksal von Magonia, sondern auch das Schicksal der Erde in ihrer Hand.

Was so harmlos begann, in etwa wie ein Jugendroman über ein Mädchen, das krank ist und sterben wird, einen tollen besten Freund an ihrer Seite hat, in den sie sich irgendwie verliebt hat, entpuppt sich im Verlauf der Geschichte zu einem wahren Fantasy-Spektakel. Zu Beginn gefiel mir Aza besonders gut. Ihr Umgang mit dem Tod war sarkastisch, durchzogen von schwarzem Humor und einer gewissen Abgeklärtheit. Die Bindung zu Jason war toll. Sofort spürte man, dass die beiden eine wundervolle Freundschaft hegen. Jason ist immer zur Stelle, wenn Aza ihn braucht. Und er ist besonders. Besonders klug, wissbegierig und mit einem besonderen Blick auf die Welt. Ich bin mir sicher – ihr werdet ihn alle in euer Herz schließen!

Auch der Eintritt in das Wolkenreich gefiel mir wirklich gut. Die Autorin nahm sich Zeit zum Erzählen. Malte mit ihrer Sprache großartige und fantastische Bilder und lud uns gemeinsam mit Aza auf eine Reise ein, von der man zu Beginn nicht ahnt, wie sie endet. Wir lernen die Welt Schritt für Schritt mit Aza kennen. Erst unsicher und skeptisch, dann ungläubig und irgendwann überzeugt. Wir wachsen in die Geschichte hinein. Und dann macht das Buch plötzlich eine rasante Entwicklung. Der Erzählstil wird erwachsener, komplexer. Und ich habe mich nahezu übermannt von all den Entwicklungen gefühlt. Was so ruhig begonnen hat, ging mir zu schnell. Wurde meiner Meinung nach zu sehr aufgebauscht, zu groß gemacht. Ich hätte mir gewünscht, dass sich die Autorin weiterhin die Zeit genommen hätte, die Geschichte in einem langsameren Tempo zu erzählen, den Konflikt, der im Wolkenreich herrscht (ich will nicht zu viel verraten), genauer zu erläutern, so dass man ihn noch besser versteht. Aber vielleicht wird Teil zwei meine Wünsche erfüllen.

 

 

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7 Kommentare zu „Ein Blick in den Himmel…

  1. Liebe Alina,

    Was für ein toller Beitrag!
    Bei mir wartet es auch schon ganz ungeduldig endlich gelesen zu werden!
    Ich bin schon wahnsinnig gespannt auf die Umsetzung und wie es mir zusagen wird 😉

    Liebste Grüße ❤ Jill

    PS: ich habe mich riesig gefreut, sich auf der LBM – auch wenn nur kurz- getroffen zu haben, ich LIEBE deinen Blog❤

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    1. Liebe Jill ❤

      Hach, ich danke dir sehr! 🙂 Ich bin schon total gespannt auf deine Meinung zu diesem Schmuckstück!

      Und JAAA ich habe mich auch total gefreut, dich dort kennenzulernen 🙂 Und ich hoffe sehr, dass wir auf der nächsten Messe vielleicht etwas länger die Gelegenheit haben, zu plaudern! ❤ Fühl dich gedrückt! ❤

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      1. Hach❤
        Dann haben wir hoffentlich bald einmal die Gelegenheit!

        Magonia habe ich mittlerweile gelesen und gehöre mit zu den begeisterten Stimmen – meine Erwartungen wurden also erfüllt 😉

        Drück dich ❤ Jill

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  2. Liebe Alina,

    Ein sehr toller Beitrag und wundervolle Worte.
    Bei mir wartet es noch, gelesen zu werden und zappelt vor sich hin. Doch allein die Thematik fand ich mehr als interessant, so dass ich damit hoffentlich bald beginnen werde.
    Liebe Grüße, Anna

    Gefällt 1 Person

  3. Liebe Anna,

    hab ganz lieben Dank! 🙂 So geht es vielen anderen Büchern in meinem Regal..aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude! Ich bin schon total gespannt darauf, wie dir das Buch gefallen wird. Die Thematik ist wirklich einzigartig (zumindest ist sie mir noch nie so begegnet). Schreib mir gern, wenn du es gelesen hast. 🙂

    Liebe Grüße,
    Alina

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