Verliebt in einen Rockstar

Hallöchen meine Lieben <3,

Welttag des Buches. Unser Tag. Denn an diesem Tag können wir das feiern und würdigen, was wir lieben, was uns vereint, uns fühlen lässt und Zuhause ist: das Buch!

Und wie könnte man das passender tun als mit einer Buchbesprechung? Am Welttag des Buches widme ich mich der Geschichte von Jill und Ray. Ich widme mich einer Geschichte, die so Vieles in sich vereint: einen süßen Rockstar, eine sympathische Protagonistin, Bauchkribbeln und Spannung! Und nicht zu vergessen – die Sozialen Medien. Die Rede ist von „Don’t kiss Ray“ von Susanne Mischke.

dontkissray

Jill fährt mit ihren Freunden auf ein Musikfestival. Endlich ein Wochenende ohne Eltern, ein Wochenende nur für sie und ihre Mädels reserviert. Mal wieder so richtig Spaß haben, zur Musik tanzen, die Sonne genießen. Und vor allem eins: sich die Jungs aus dem Kopf schlagen! Männerfreie Zone also (außer der Bruder und der Freund einer Freundin). Doch da haben die Mädels die Rechnung ohne die berüchtigte A-Karte gemacht. Denn die zieht Jill bei ihrer Spielrunde und wird dazu verdammt, das Essen für die ganze Mannschaft zu holen. Das heißt konkret: ewig Anstehen, ewig Strecke zurücklegen und in Jills Fall: die Orientierung nicht verlieren! Als sie dann in der Crepes-Schlange ansteht, trifft sie auf Ray. Der Typ mit den zotteligen Haaren, dem Hoodie und der Sonnenbrille. Der, der Mädchenherzen sofort höher schlagen lässt. Der Typ, der Jill prompt auf eine Waffel einlädt.

Und eh sie sich versieht, sitzt sie mit Ray gemeinsam am Waffelstand. Die beiden kommen ins Gespräch, verstehen sich gut und verabreden sich für den Abend zu einem zweiten Treffen. Doch die Rechnung haben sie ohne das Wetter gemacht, das sich mächtig dazwischen schiebt und ein Date verhindert. Als Jill gefrustet mit ihren Freunden zum Konzert der Broken Biscuits geht, glaubt sie nicht, was sie da hört: Der supersüße Sänger sucht nach dem Puderzuckermädchen. Nach Jill. Und diese kann es nicht glauben: der Typ, mit dem sie Waffeln gegessen hat, soll ein Rockstar sein? Und er findet sie toll? Aber wie kommt sie nun an ihn heran? Wo können sie sich nochmal treffen?

Es beginnt so, wie man es sich als Leser wünscht. Aufregend, mit Bauchkribbeln. Die Autorin schickt uns in die Festivalsaison, das Festivalfeeling schwappt zu uns herüber und es fühlt sich an, als würde man gemeinsam mit Jill durch den Schlamm laufen, der Musik lauschen und sein Herz verlieren. Denn das tut sie ziemlich schnell. Typisch für ein Jugendbuch – möchte ich mal behaupten – dass sich die Protagonistin gleich beim ersten Treffen hoffnungslos verliebt. Obwohl sie ihn kaum kennt. Mir persönlich geht das zumeist zu schnell, doch wenn man sich daran nicht stört, kann man sich gemeinsam mit Jill in ihrem Gefühlschaos verlieren. Und sie macht es uns leicht, ganz bei ihr zu sein: Die Autorin öffnet Jills Gedankenwelt für uns, wir tauchen ein, können nachvollziehen, manchmal wollen wir auch mit ihr schimpfen, ihr einen kleinen Anstoß verpassen oder sie zurücknehmen. Wir werden zu ihrer Freundin und wollen ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Denn die Beziehung zu Ray ist nicht leicht. Geheimnisse über Geheimnisse. Den beiden werden viele Steine in den Weg gelegt. Teilweise so riesig, dass man sich fragt, wie sie diesen Brocken aus dem Weg räumen wollen. So zum Beispiel das Fandom. Denn die Mädchen sind nicht zimperlich, wenn sie erst einmal herausgefunden haben, wen ihr großer Star datet. Und das muss Jill am eigenen Leibe erfahren. Und der Leser gleich mit. Es wird verdeutlicht, welche Macht und welche Ausmaße Soziale Netzwerke annehmen können. Wo Gefahren liegen. Aber manchmal, so muss Jill lernen, ist das Loch im Netz nicht eine Stelle von außen, sondern kann näher liegen, als man denkt.

Ab und an wechselt die Autorin die Perspektive und erzählt uns die Geschichte aus Rays Sicht. Dieser Kniff ist wirklich sehr gelungen, denn so ermöglicht es uns die Autorin, beide Seiten und beide Entscheidungen nachvollziehen zu können. Wir erfahren, welche Schritte sich vorher abgespielt haben, es wird Licht ins Dunkel gebracht und wir lernen Ray noch besser kennen. Und gleichzeitig das Schattenleben der Musikbranche. Wie ein Blick hinter die Kulissen, den sich bestimmt schon jeder von uns einmal bei seiner Lieblingsband gewünscht hat.

Alles in allem finde ich, dass uns die Autorin eine wirklich süße Geschichte, die auch mal kritisch daherkommt, eine leichte und angenehme Lektüre schenkt. Besonders für alle diejenigen, die selbst einmal in einen Sänger einer Band verliebt waren (oder sind?) birgt dieses Buch eine tolle Geschichte. Denn es greift Träume auf, die vermutlich schon jedes Mädchen hatte – einmal DAS Mädchen sein, dem der Lieblingssänger sein Herz schenkt. Es lädt ein zum Träumen und Erinnern – zumindest in meinem Fall. Denn auch ich war so ein Mädchen, das einst sein Herz an einen Boyband-Star verschenkte.

Und nun seid ihr gefragt – Wer gesteht, auch ein solches Mädchen gewesen zu sein? Oder wer ist es vielleicht gerade jetzt?

Eure

scriptina.regular

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4 Kommentare zu „Verliebt in einen Rockstar

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