Glücksspuren im Sand…

Hallöchen ihr Lieben <3,

ich wage es kaum auszusprechen, aber meine Masterarbeit ist so gut wie fertig, nur noch ein paar Kleinigkeiten… das bedeutet: endlich wieder mehr Zeit zum Lesen und vor allem endlich wieder mehr Zeit zum Bloggen!

Aber zwischen all der Arbeit muss es auch immer Momente geben, in denen man zum Buch greifen kann, in denen man in Geschichten eintaucht, die einen umhüllen und mit Freude immer wieder in Empfang nehmen, wenn man beschließt, die Welt zu betreten. „Glücksspuren im Sand“ von Rachel Bateman war ein solches Buch, das mich auf Zugfahrten morgens und abends begleitet habe, das mich eingeladen hat, kurz abzuschalten und einfach meine Lesezeit zu genießen.

glücksspuren im sand

Es ist die Geschichte von Anna und Cameron. Eine Geschichte von Verlust und der Wiederentdeckung der Lebenslust. Anna, die ihr Vorbild, ihre ältere Schwester Storm durch einen Autounfall verloren hat. Cameron, der seine beste Freundin, Annas Schwester, Storm, durch einen Autounfall verloren hat. Einst waren sie zu dritt eine Clique, ihre gemeinsamen Zeiten waren Abenteuer, waren Glück, waren Fantasie. Doch dann haben sie sich auseinander entwickelt und Anna ist ihren eigenen Weg gegangen. Bis Storm eines Tages nicht mehr da ist und Annas und Camerons Weg unwillkürlich wieder zueinander führen.

In ihrer Trauer sucht Anna Trost in Storms Zimmer. Dabei fällt ihr eine Liste in die Hand. Eine solche, die sie schon zu Kindertagen stets gemeinsam im Sommer abgearbeitet haben. Doch diesmal ist es Storms Liste, ihre Liste allein, nur für sich, mit all den Dingen, die sie machen möchte: In ein Dive-In-Kino gehen, Parasailing machen, nackt baden, mehr Mut haben… Einfache, normale Dinge, die ihr auf dem Herzen lagen.

Anna beschließt, diese Liste zu erfüllen – gemeinsam mit Cameron. Und beide brechen auf um sich der Liste, der Erinnerung, der Trauer und der Lebensfreude zu stellen. Dabei ist Anna eine Person, die verunsichert ist, stets hin und her gerissen, sie scheint noch nicht bei sich selbst angekommen zu sein, sucht noch ihren eigenen Weg. Cameron hingegen ist bei sich. Schaut geradeaus. Nimmt Anna an die Hand. Beide sind liebenswürdige Charaktere, es fällt leicht, sie durch diese Geschichte zu begleiten. Und leicht scheint auch das Stichwort zu sein. Das Buch ist eine leichte Lektüre, etwas für Zwischendurch, etwas Schönes und Lebensbejahendes – Aber leider nicht mehr.

Der Beginn ist sehr eindrücklich. Eine melancholische, von Trauer behangene Stimmung, in die wir geführt werden. Gefühle, an die uns Anna teilhaben lässt, die uns den Verlust ebenfalls empfinden lassen. Wir werden abgeholt. Bis zu dem Moment, wo sie die Liste findet, ist es ein außergewöhnliches Buch, eines, das durch seinen Schreibstil und der Wortwahl brilliert. Doch dann – dann hat es mich leider an viele Bücher erinnert, die ich schon gelesen habe. Das Listen-Thema ist nicht neu, schon oft erzählt, und das oft sehr gut. Versteht mich nicht falsch, auch hier ist es schön erzählt, ich hatte Freude, die Liste mit Anna und Cameron abzuarbeiten. Aber es ist nichts geschehen, was mir nachhaltig in Erinnerung bleiben wird, nichts, das es für mich Außergewöhnlich macht.

Aber das muss es vielleicht auch manchmal garnicht sein. Manchmal wünscht man sich ein Buch, das nicht viel von einem fordert, das einen nur einlädt zu verweilen und mit einem leichten Lesegefühl wieder entlässt. Dann ist „Glücksspuren im Sand“ genau richtig!

Kennt ihr das Buch? Wenn ja, was ist eure Meinung?

Eure

scriptina.regular

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