Fluch oder Segen?

Hallöchen ihr Lieben <3,

das ist es also, was andere Menschen Liebe nennen. Sich Gedanken umeinander machen, aufgeregt sein, sich berühren wollen, miteinander Zeit verbringen, sich den Menschen vorstellen, die man liebt… Dinge, die Menschen tun, wenn sie verliebt sind. Und die Stephen nur sehr schwer tun kann – denn er ist unsichtbar. Seit seiner Geburt lastet ein Fluch auf dem 16-Jährigen. Niemand kann ihn sehen, nur hören kann man ihn. Weiß man nicht um seine Existenz, so wird sie niemals erkennbar sein.

Außer für das neue Nachbarsmädchen Elizabeth. Sie begegnet Stephen im Flur, begrüßt ihn und wundert sich zunächst über Stephens Verhalten, denn der kann garnicht glauben, was ihm passiert. Sie sieht ihn, aber wie ist das möglich? Das ist die Geschichte von Elizabeth und Stephen, die Geschichte „Was andere Menschen Liebe nennen“ von David Levithan und Andrea Cremer.

levithan

Eine Geschichte, eine Idee, so ungewöhnlich, wie es nur David Levithan zu Papier bringen kann. Ich war sehr gespannt auf diese Geschichte – allem voran natürlich darauf zu erfahren, was das für ein Fluch ist, der auf Stephen liegt. Und natürlich, ob es einen Weg gibt, diesen zunichte zu machen. Auch die Liebesgeschichte zwischen Elizabeth und Stephen machte mich neugierig. Wie wird das sein – eine Sichtbare und ein Unsichtbarer? Wie kann man „normal“ zusammensein, wenn doch die Umstände nicht normal sind?

Der Leser erlebt aus den Sichten von Stephen und Elizabeth die Geschichte, meist im Wechsel. Das macht es umso interessanter, denn so erfährt man nicht nur, wie Stephen sich mit seinem Geheimnis fühlt, sondern auch, wei Elizabeth sich mit Stephen fühlt. Doch trotz dieser interessanten Gegebenheiten konnte mich das Buch zu Beginn nicht an sich binden. Ich hatte nicht das Bedürfnis, weiterzulesen. Woran es lag? Gute Frage.. was mich vor allem gestört hat, war, dass hier wieder so schnell von Liebe gesprochen wurde. Denn wie kann man sich lieben, wenn man sich zwei Wochen lang datet? Klar, man kann verliebt sein, aber nicht jemanden lieben und das macht es für mich schon unrealistisch. Und leider verliere ich dann schon meist die Lust aufs Lesen…

Aber dann nahm die Geschichte eine ungewöhnliche Wendung. Komponenten, von denen ich am Anfang nichts geahnt hatte, haben den Weg in die Welt von Elizabeth und Stephen gefunden und ich habe neue Hoffnung geschöpft, dass mich das Buch doch noch für sich gewinnen kann. Leider konnte mich das gesamte Konstrukt auch hier nicht überzeugen. Die geschichtlichen Hintergründe waren für mich nicht ausreichend aufgeführt, es wirkte einfach alles sehr unrealistisch und konstruiert. In dieser Welt konnte ich mich nicht verlieren, sie war leider lückenhaft aufgebaut. Schade, denn die Geschichte hätte großes Potential gehabt.

Denn ich habe bereits „Letztendlich sind wir dem Universium egal“ von David Levithan gelesen und das konnte mich überzeugen und ich mochte es sehr. Wie immer – das Risiko mit den zu hohen Erwartungen.

Ihr merkt, ich bin leider nicht wirklich von diesem Buch begeistert, schade. Habt ihr es schon gelesen? Wie hat es euch gefallen?

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s