Selfpublisher-August: Mila Olsen

Hallöchen ihr Lieben 🙂

nun steht schon die dritte Woche beim Selfpublisher-August an, Wahnsinn, wie die Zeit vergeht! In dieser Woche darf ich euch die zauberhafte Mila Olsen vorstellen, die sehr facettenreiche und interessante Bücher schreibt, dazu aber am Mittwoch mehr! 🙂 Es hat mir riesige Freude bereitet, das Interview mit dir zu führen, liebe Mila!

IMG_1040_edited_edited 21. Was bedeutet das Schreiben für dich?

Früher bedeutete das Schreiben für mich ausschließlich, in eine andere Welt abzutauchen und alles hinter mir zu lassen. Heute stehe ich dem ehemaligen Hobby natürlich professioneller gegenüber. Schreiben bedeutet auch, Geld zu verdienen. Allerdings würde ich mich niemals verbiegen und einem Trend hinterherschreiben

2.Wann hast du beschlossen, Geschichten zu schreiben? Und wann konntest du dir deinen Traum zum ersten Mal erfüllen?

Geschichten und Bücher habe ich schon als Zwölfjährige geschrieben. Das waren dann vollgeschriebene DIN A4 Hefte. Damals wollte ich schon Autorin werden. Doch dann wurde ich erwachsen, lernte etwas „Vernünftiges“, bekam drei Kinder … ja, und irgendwann kam die Leidenschaft Schreiben zurück.

3.Warum hast du den Weg der Selfpublisherin gewählt?

Ich kann alles selbst bestimmen. Preis, Cover, die Lektorin … Ich war zuvor bei kleinen Verlagen, mit einem war ich sehr zufrieden, mit dem anderen gar nicht. Beim Selfpublishing habe ich alles in der Hand. Das Image ist ja auch viel besser geworden, wäre es das nicht, hätte ich sicher das Angebot von Ullstein oder Carlsen angenommen ☺.

4. Gibt es Bücher, die dich zu deinen Geschichten inspiriert haben?

Ja, die gibt es. Mein erstes Buch „Triklin – Die Feuertänzer“, was sich leider gar nicht gut verkauft hat (aus Eigenverschulden ☺ ), ist nur aus der Idee heraus entstanden, so etwas Ähnliches wie die 4 Häuser bei Harry Potter zu schaffen. Nur wollte ich damals vier Reiche. Feuer, Luft, Wasser, Erde. Ich dachte 2011, die Idee wäre völlig neu, aber dann kam „Avatar – Herr der Elemente“ …

5. Deine Bücher sind sowohl in der Fantasy zu Hause als auch im Krimi-Genre. Könntest du dir vorstellen, auch mal etwas anderes zu schreiben?

Ich würde gerne mal einen echten Psychothriller schreiben. Die Entführt-Reihe würde ich aber eigentlich gar nicht ins Krimi-Genre stecken, auch wenn sie natürlich solche Elemente besitzt.

6. Beschreibe deine Entführt-Reihe mit fünf Worten.

Das könnte ich jetzt mit den drei letzten Worten der Reihe beantworten: Yukon, Liebe, unvergessen. Ich selbst würde, da es ja Lous Worte sind, noch dramatisch und leidenschaftlich hinzufügen.

7. Hattest du Angst davor, dich an eine Geschichte wie die der Entführt-Reihe zu wagen?

Ja und Nein. Zum einen zieht sich das Thema Entführung auch durch meine Fantasy-Romane. Ich habe definitiv ein Faible dafür. Allerdings ist im Fantasy-Genre die Toleranzschwelle größer. Junge Frauen werden in diesem Genre wohl öfter von Vampiren, Dämonen oder verwunschenen Prinzen entführt. Daher hatte ich natürlich etwas Angst, denn es sollte ja eine Liebesgeschichte werden. Eine, die so hätte passiert sein können, ich wollte es möglichst realistisch erzählen. Aber es ist und bleibt eben nur eine Geschichte. Viele vergessen das oder – schlimmer – gehen davon aus, ich befürworte das! Natürlich will ich nicht, dass so etwas wirklich passiert und natürlich heiße ich das auch nicht gut. Einige Leser haben wir vorgeworfen, das Thema zu romantisieren. Dabei steht hinter der Story nur die Frage: Was müsste passieren, damit sich ein Mädchen in ihren Entführer verliebt und es kein Stockholm-Syndrom ist. Es ist eine außergewöhnliche Frage, die zu einem Buch abseits des Mainstreams geführt hat, was aber dennoch seine Leser gefunden hat und immer noch findet. Das wiederum zeigt, dass das Thema sehr wohl von Interesse ist – was ich nicht vermutet habe, als ich es schrieb. Da dachte ich noch: Wer wird das eigentlich lesen? Wichtig war mir auf jeden Fall eines: Brendan durfte nie zudringlich werden. Wenn ich eines nicht mag, sind es Geschichten, in denen Frauen sexuell genötigt werden und sich daraus dann so etwas wie Liebe entwickelt. Nein danke, ohne mich.

8. Wie erlebst du die Zeit als Autorin kurz vor der Veröffentlichung eines neuen Werkes? Bist du jedes Mal wieder aufgeregt?

Ja, schon, aber es hat nachgelassen. Wenn ich der Meinung bin, dass ich mein Bestes gegeben habe und damit zufrieden bin, hält sich die Nervosität in Grenzen. Mehr kann ich ja auch nicht tun. Aber natürlich fiebert man trotzdem immer den Reaktionen entgegen und freut sich, wenn das Buch gut ankommt.

9. Hast du ein Lieblingsbuch unter deinen bisher geschriebenen Büchern? Wenn ja, welches und warum?

Ich denke, es ist „Entführt – Bis in die dunkelste Nacht“. Es hat mich alles gekostet. Recherche, Nerven, Hingabe … Brendan so detailliert kennenzulernen, war eine aufregende Reise.

10. Wenn du nicht gerade schreibst, wie verbringst du dann gerne deine Zeit?

In Sauna-Oasen, beim Yoga, im Wald, in guten Restaurants, auf Reisen. Und ich lese viele Schreibratgeber.

11. Keine Frage – eine kleine Aufgabe. Beschreibe dich doch mal in drei Sätzen.

Ich bin ehrgeizig, diszipliniert und verlange viel von mir, aber auch von anderen. Ich bin ein Familienmensch. Für meine Freunde würde ich mein letztes Hemd geben.

12. Um dich ein wenig besser kennen zu lernen, gibt es noch eine schnelle Fragerunde (gerne mit Anmerkungen)
– Happy End oder Tragisches Ende? Beides zusammen, das geht, heißt ironisches Ende .
– Wald oder Dschungel? Wald
– Sternenhimmel oder Sonnenschein? Sternenhimmel
– Süß oder salzig? Sauer
– Feen oder Hexen? Feen
– Vampire oder Magier? Vampire
– Badboy oder Sunnyboy? Badboy
– Musik oder Stille? Muss ich passen.
– Bunt oder Erdtöne/schwarz/weiß? Erdtöne
– Held oder Bösewicht? Held, aber am liebsten eine Kombi.
– Realität oder Fantasie? Realität
– Schokolade oder Gummibärchen? Schokolade
– Print oder Ebook? Print
– Selfpublisher oder Verlagsautor? SPler

13. Schreibst du derzeit an einem neuen Projekt? Wenn ja, magst du uns darüber etwas erzählen?

Ich kann euch etwas über die jetzige Protagonistin verraten. Sie ist stumm, aber nur selektiv. Und sie ist ein Mobbing-Opfer. Als sie sich nach einem besonders üblen Angriff seitens ihrer snobistischen Mitschüler von einer Eisenbahnbrücke stürzen will, trifft sie IHN. Tja, aber mehr kann ich definitiv leider nicht sagen, denn wer er ist, muss sie selbst herausfinden. Und mit ihr auch der Leser.

14. Welche Träume hast du für deine Zukunft als Autorin?

Nie die Leidenschaft verlieren und immer Geschichten finden, die mich begeistern. Und ich würde mir wünschen, „Entführt“ im Kino zu sehen.

15. Hast du Tipps für andere Selfpublisher oder Jungautoren?

Lest Schreibratgeber und informiert euch über das Plotten von Romanen, über Stil etc. Man kann das Schreiben lernen, daran glaube ich fest. 75 % sind Fleiß und Disziplin, 25 % sind Talent. Aber man kann auch mit nur 75 % ein ganz tolles Buch schreiben. Und natürlich: Nicht aufgeben!

Eure

scriptina.regular

 

 

 

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