Selfpublisher-August: Emma Marten

Hallo ihr Lieben <3,

etwas verspätet und nicht wie gewohnt am Montag möchte ich euch trotzdem das großartige Interview mit Emma Marten nicht vorenthalten 🙂 Leider geht der Selfpublisher-August schon in die vierte und damit letzte Runde und ich hoffe, dass er euch genau so viel Freude bereitet hat wie mir und Stella und Tabea!

Aber widmen wir uns nun der lieben Emma 🙂

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  1. Was bedeutet das Schreiben für dich?

Alles 😉 Ich kann meine Träume und meine Fantasie festhalten, meine Ängste, Wünsche und Hoffnungen eine Gestalt geben. Ein Leben ohne Schreiben kann und will ich mir nicht vorstellen.

2. Wann hast du beschlossen, Geschichten zu schreiben? Und wann konntest du dir deinen Traum zum ersten Mal erfüllen?

Ich weiß gar nicht, ob ich das wirklich beschlossen habe oder ob es mich einfach überfallen hat. Jedenfalls schreibe ich seit der vierten Klasse (1-Seiten-Fanfictions), so ab der sechsten Klasse bin ich dann zu ausgereiften Fantasy-Romanprojekten übergegangen. Meinen Traum habe ich mir November 2017 endlich erfüllt, nach vielen Zweifeln, ob ich bereit dafür bin, mein  Buchbaby mit der Welt zu teilen und vor allem auch Kritik einzustecken. Schließlich hat The Blinds 1 da schon seit fast zwei Jahren in der Schublade gelebt. Ich habe einfach gefühlt, dass der Zeitpunkt richtig ist.

3. Warum hast du den Weg der Selfpublisherin gewählt?

Ich muss gestehen, dass ich es erst über einen Verlag probieren wollte (vor allem aufgrund der Sichtbarkeit auf dem Buchmarkt) – was aber nicht geklappt hat und dass mich vielleicht auch nach zwei Absagen und mehreren Gar-Nicht-Antworten die Geduld verlassen hat. Inzwischen schätze ich den Weg des Selfpublishings sehr, zwar ist es deutlich mehr Arbeit, aber die Kontrolle über Cover, Titel, Klappentext bleibt bei dir. Und das ist mir wichtig, weil ich ein kleiner Kontrollfreak bin 😉

4. Gibt es Bücher, die dich zu deinen Geschichten inspiriert haben?

Oh je, das muss ich bejahen. Auch wenn man gerne seine Unikate schafft, ist es als Vielleserin unvermeidlich, dass man von anderen Werken inspiriert wird. Bei The Blinds beispielsweise sagen viele LeserInnen, dass sie zu Beginn Parallelen zu Die Tribute von Panem und Selection sehen. Panem als Vorreiter der All-Age-Dystopien ist natürlich ein Vorbild, aber ich wollte mich nach den anfänglichen Gemeinsamkeiten doch stark davon abgrenzen. Ansonsten kann ich nur sagen, dass ich sehr von Harry Potter und Star Wars (ja, den Büchern) geprägt wurde.  

5. Deine Bücher zu „The Blinds“ sind Dystopien. Wieso hast du dir dieses Szenario ausgesucht? Und könntest du dir vorstellen, auch mal etwas anderes zu schreiben?

Das ist eine gute Frage. Es hat einfach gepasst. Ich benötigte die Konstellation Arm gegen Reich, ein Mädchen, das die Chance bekommt, die Welt zu verändern und dessen Vergangenheit, Wünsche und Träume nach und nach wie eine Zwiebel abgeschält werden. Und welches anderes Setting hätte besser gepasst als eine Dystopie?

Anderes werde ich definitiv schreiben. Ich werde mich erst mal weiter im Jugendbuchbereich bewegen, weil ich die selbst gerne lese und es mir noch leichter fällt, mich in Teenager hineinzuversetzen als in Erwachsene. Aber ansonsten möchte ich mich nicht an Genre-Grenzen halten. Meine nächste Trilogie, von der schon Teil 1 und Teil 2 der Rohfassung steht, wird Urban Fantasy werden, eine weitere Idee, die ich ebenfalls schreibe, würde ich in Romantasy verordnen. Am wichtigsten ist mir eigentlich, dass die Beziehung von Charakteren im Vordergrund stehen. Das interessiert und begeistert mich einfach selbst am meisten.

6. Wie stehst du selbst zu Casting-Formaten und Game-Shows?

Früher habe ich sie verabscheut, muss ich gestehen, weil ich die einfach mega langweilig fand. Noch heute finde ich die meisten Casting-Shows eher uninteressant, irgendwie ist es doch immer das gleiche. Wenn ich mal eine komplett verfolge, sind da entweder Stars dabei, die ich toll finde, oder Charaktertypen der Teilnehmer, die einfach total interessant sind, und deren Zusammenspiel mit anderen harmoniert oder disharmoniert. Für The Blinds habe ich exzessiv Castingshows, Sportshows/-spiele, etc. geschaut und meine Kritikpunkte (der Langweile, der Wiederholung von Interviews und Interviewfragen, die undurchsichtigen Kandidaten, etc.) verarbeitet. Die Blinds als Castingshow kommen im Roman also nicht ganz so gut weg.   

7. Es ist gar nicht lange her, da hast du „The Blinds-Spiel nicht nach ihren Regeln“ veröffentlicht. Beschreibe das Buch in fünf Worten.

Gefühlsachterbahn. Verlustangst. Träume. Geheimnisse. Liebe.

8. Wie erlebst du die Zeit als Autorin kurz vor der Veröffentlichung eines neuen Werkes? Bist du jedes Mal wieder aufgeregt?

Ich bin jedes Mal tierisch nervös. Lese dutzende Male die Endfassung und schiebe Panik, wenn ich doch noch einen Rechtschreibfehler finde. Das regt mich am meisten auf, obwohl so viele Leute drüber lesen, bleiben doch immer welche da. Mit Buchsatz und allem, wo ich beim ersten Teil wirklich kämpfen musste, um das hinzukriegen, war es diesmal nicht so schlimm. Trotzdem kurz vorm Einschlafen kommt dann, hast du daran gedacht oder daran? Aber dann die Wartezeit bei BoD, leider kann man da keine Vorbestellaktion machen, ist am schlimmsten. Man rechnet fest mit einem Termin, macht Marketingpläne, etc. und dann dauert es, und dauert. Und ich checke gefühlt jede zehn Minuten meine Mails und jeden Buchshop, ob es denn endlich gelistet ist. Aber die Aufregung lohnt sich auch, ohne die würde irgendetwas fehlen.

9. Hast du ein Lieblingsbuch unter deinen bisher geschriebenen Büchern? Wenn ja, welches und warum?

Da es erst 2 sind und dann auch noch eine Dilogie, ist das eine sehr gemeine Frage. Aber ich denke, den ersten Blinds finde ich etwas besser als den zweiten, was vor allem an Rileys Sichtweise auf die Dinge liegt. Der erste ist noch sehr positiv in Bezug auf die Welt, im zweiten kommt dann die dystopische Gesellschaft deutlicher durch.

10. Wenn du nicht gerade schreibst, wie verbringst du dann gerne deine Zeit?

Am liebsten mit einem guten Buch oder einer spannenden Serie oder einem Film auf der Couch. Einmal die Woche schwinge ich das Tanzbein, Standard- und Lateintänze, darauf freue ich mich immer besonders. Zum Brainstormen gehe ich am liebsten spazieren.

11. Keine Frage – eine kleine Aufgabe. Beschreibe dich doch mal in drei Sätzen.

Träumerin und Romantikern in Person. Zehenspitzenkünstlerin bei Umarmungen beispielsweise und Langschläfer, am liebsten neun Stunden. Eigentlich schüchtern, manchmal aber auch eine Quasselstrippe.

12. Um dich ein wenig besser kennen zu lernen, gibt es noch eine schnelle Fragerunde (gerne mit Anmerkungen)
– Happy End oder Tragisches Ende? – Erklärte Happy-End-Suchti. Obwohl ich bei beiden in der Regeln Tränen vergieße.
– Wald oder Dschungel? – Wald. Dschungel ist viel zu warm und schwül.
– Sternenhimmel oder Sonnenschein? – Sternenhimmel. Dass ich Star Wars Fan bin, habe ich ja schon erwähnt. Aber in der Sonne bekomme ich sofort Sonnenbrand.
– Süß oder salzig? – Süß. Schokolade ❤
– Feen oder Hexen? – Ähm. Kommt auf die Welt an. Bei Harry Potter würde ich Hexe sagen, bei Tinkerbell Fee. Also beide 😀
– Vampire oder Magier? – Magier. Ich kann kein Blut sehen.
– Musik oder Stille? – Musik. Ganz klar Musik.
– Bunt oder Erdtöne/schwarz/weiß? – Erdtöne/schwarz/Weiß (am liebsten Grau).
– Held oder Bösewicht? – Held. Außer der Bösewicht heißt Loki 😉
– Realität oder Fantasie? – Fantasie (muss ich mehr sagen?)
– Schokolade oder Gummibärchen? – Schokolade ❤
– Print oder Ebook? – Ganz klar Print, der Duft von frischgedruckten Seiten, die Bücher im Regal, das Gefühl, ein Buch zu halten.
– Selfpublisher oder Verlagsautor? – Beides hat seine Vor- und Nachteile. Im Moment tendiere ich zu Selfpublisher. Aber einen Verlagsvertrag zu bekommen, ist schon irgendwie eine Anerkennung/Leistung.

13. Schreibst du derzeit an einem neuen Projekt? Wenn ja, magst du uns darüber etwas erzählen?

Ja, zwei sogar wie oben geschrieben. Das erste wird eine Trilogie, die ich zusammen mit meiner Schwester schreibe. Es handelt von zwei Freundinnen, die sich nach langer Zeit wiedertreffen, und ein bisschen Übernatürliches. Das zweite Projekt wird ebenfalls eine Trilogie, zwei unterschiedliche, getrennte Welten zwischen Sterblichkeit und Unsterblichkeit, eine starke Protagonistin und ein etwas anderer Held.

14.Welche Träume hast du für deine Zukunft als Autorin?

Eine Fangemeinde aufzubauen bzw. zu behalten, bekannter zu werden, immer genug Ideen zum Schreiben zu haben. Schreiben.  

15. Hast du Tipps für andere Selfpublisher oder Jungautoren?

Niemals aufgeben, auch wenn es Rückschläge gibt, ob mit dem Manuskript oder in der Buchwelt. Immer an das eigene Projekt glauben und so perfektionistisch wie möglich und nötig sein. Sich trauen, Fragen zu stellen und BloggerInnen anzuschreiben (höflich und sich vorher über Lieblingsgenre, etc. informieren). Mutig sein und Risiken eingehen.

 

Ich hoffe, euch hat das Interview genau so gut gefallen wie mir 🙂 Auf meinem Instagram-Account könnt ihr in der Woche noch ein Buch von der lieben Emma gewinnen, also Augen auf! 🙂

Eure Alina

 

 

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