„Die Wahrheit über das Lügen“ – Benedict Wells

Hallöchen ihr Lieben,

Hach.. wie sehnsüchtig habe ich auf diesen Moment gewartet, wie lang habe ich darauf hingefiebert. Die Aufregung und die Vorfreude waren von Beginn an da, seit dem Moment, in dem ich gesehen habe, dass ER wieder ein neues Buch herausbringt – Benedict Wells! Wer mir schon etwas länger folgt, der weiß: Mein Bücherherz schlägt Wells! Mit „Vom Ende der Einsamkeit“ hat er mich abgeholt, mich so tief berührt, das für mich klar war, dass ich es hier mit einem Ausnahmetalent zutun habe. Mit jemandem, der mit Worten malt, der Gefühle beschreibt, so dass ich sie unmittelbar in mir selbst wiederfinde, der das Leben mit einer Feinfüligkeit betrachtet, die unverkennbar ist. Für mich ist er ein Zauberer der Sprache… ich gerate ins Schwärmen, dabei bin ich noch nicht einmal bei dem Buch angekommen, um das es eigentlich gehen soll – „Die Wahrheit über das Lügen“!

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So anders, so neu und genau deshalb so aufregend, denn dieses Buch ist ein Kurzgeschichtenband, ein Mixtape, wie Wells selbst sagt. Jeder Track, jede Geschichte, ist so anders, entführt uns in eine andere Welt, zeigt uns eine andere, neue Facette von Wells. Fast ist es ein bisschen wie ein Experiment, wie ein Spielfeld, auf dem sich verschiedene Stilformen und verschiedene Ansätze tummeln. Sie spielen für sich und gehören in der Gesamtbetrachtung doch zusammen.

Wer „Spinner“ von Wells kennt, der weiß, das er das Spiel mit dem Wahnsinn genießt. Dass er geschickt die Fäden spinnt, die aus Realität und Fiktion zusammenlaufen. Er versteht es, den Leser in die Irre zu führen, ihn vor die Frage zu stellen – ist das nun echt oder ausgedacht? – und daraus das größte Lesevergbügen zu kreieren. So ergeht es dem Leser zum Beispiel bei „Die Wahrheit über das Lügen“. Die Geschichte eines Regisseurs, der seit 40 Jahren eine Lüge mit sich herumträgt, oder nicht? Dann gibt es noch die Geschichte einer Frau, die nachts ihrer Muse begegnet, Wahrheit oder Fiktion? Ein Verwirrspiel. Und immer blieb ich am Ende der Geschichten zurück, voller Fragen und doch vollends zufrieden.

Geprägt durch „Vom Ende der Einsamkeit“ war ich außerdem ständig auf der Suche nach diesem Moment, in dem mich Wells‘ Worte mitten ins Herz treffen und mir unter die Haut gehen. Und wie bei einem guten Mixtape üblich, kamen die „Balladen“ auch hier nicht zu kurz. Wells ermöglicht uns beispielsweise einen kurzen Ausflug zurück zu Jules, dem Protagonisten von „Vom Ende der Einsamkeit“. Hier beantwortet Wells eine Frage, die im eigentlichen Werk unbeantwortet bleibt. Mit dem Hinweis, das man vielleicht so manches mal gar nicht alle Antworten kennen will – ach ja, ich überlege immer noch, was mir lieber gewesen wäre. Und dann war da auch noch Richard. Diese Geschichte tat mir weh, weil sie direkt aus dem Leben heraus in das Buch geschrieben wurde. Eine Geschichte, die uns lehrt, den älteren Menschen, die uns ihre Geschichte erzählen wollen, auch zuzuhören. Ach, mein Herz!

Wie es sich für ein gutes Mixtape gehört, gibt es aber auch die heiteren Songs. So zum Beispiel Jules Geschichte vom Weihnachten in der Bücherei – Weihnachts-Vorfreude vorprogrammiert!

Und ich könnte nun immer so weiter machen, weil diese Abwechslung so viel Spielraum bietet. Ich sage es am Ende einfach gerade heraus, weil es nicht vieler Worte bedarf – ich liebe dieses Buch! Und ich bin mir sicher – heute ist dieses Buch noch neu, aber bald wird es ein echter Klassiker sein!

Eure

scriptina.regular

 

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Ein Kommentar zu „„Die Wahrheit über das Lügen“ – Benedict Wells

  1. Hallo Alina,
    nachem ich jetzt echt oft über das Buch gestolpert bin und auch Nicci (trallafittibooks) und Lisa (buchmagie) darüber so positiv geredet haben, werde ich mir das Buch auf jeden Fall noch ein Mal genauer ansehen. Es scheint wirklich richtig gut zu sein und so langsam kann ich mich diesem Sog nicht mehr entziehen 😀

    Liebe Grüße,
    Anna

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